Smartphone vs Profi Immobilienfotos

Smartphone vs Profi Immobilienfotos

Der echte technische Unterschied. Wann das Handy reicht. Wann nicht.

Ein Smartphone reicht nicht für professionelle Immobilienvermarktung. Der Hauptgrund: Weitwinkel. Profikameras zeigen mit 16mm-Objektiven 30% mehr Raum als Smartphones. Dazu kommt der Dynamikumfang bei Fenstern und die Nachbearbeitung. Professionelle Fotos bringen nachweislich 32% mehr Anfragen und 47% schnellere Verkäufe. Investition: €200-400. Potentieller Mehrerlös bei €350.000-Immobilie: €14.000-31.500.

Die Wahrheit über Smartphone-Immobilienfotos

Jeder hat ein Smartphone. Und moderne Handys machen gute Fotos. Warum also einen Fotografen bezahlen?

Warten Sie.

Bevor Sie das iPhone zücken: Die Unterschiede sind technisch messbar. Nicht gefühlt. Nicht Marketing. Physik.

Problem 1: Der Weitwinkel-Unterschied

Das ist der größte Faktor. Und kaum jemand versteht ihn wirklich.

Professionelle Immobilienkameras arbeiten mit 16-17mm Objektiven. Das entspricht einem Blickwinkel von etwa 110 Grad.

Smartphones haben typischerweise 24-26mm. Das sind nur 84 Grad Blickwinkel.

Was bedeutet das praktisch?

Ein 20m² Wohnzimmer in Mariahilf wirkt auf Smartphone-Fotos wie ein 14m² Kabuff. Potentielle Käufer scrollen weiter. Die Wohnung hat keine Chance.

Und ja: Manche Smartphones haben einen "Ultra-Weitwinkel-Modus". Aber der verzerrt die Ränder so stark, dass Türrahmen krumm aussehen. Und gerade Linien sind in der Architektur entscheidend.

Problem 2: Der Dynamikumfang

Stellen Sie sich vor: Ein sonniger Tag in Wien. Schöne Wohnung im 19. Bezirk.

Professionelles Fotografie-Equipment
Professionelle Ausrüstung für optimale Ergebnisse
Hochwertige Visualisierung für den Immobilienmarkt
Hochwertige Visualisierung für den Immobilienmarkt

Das Wohnzimmer hat große Fenster mit Blick auf den Kahlenberg. Traumhaft. Aber fotografisch ein Albtraum.

Das Problem heißt "Dynamikumfang".

Profikameras erfassen 14-15 Blendenstufen. Sie sehen gleichzeitig Details in dunklen Ecken und den blauen Himmel durchs Fenster.

Smartphones schaffen 8-10 Blendenstufen. Das Ergebnis: Entweder die Fenster sind komplett weiß. Oder der Raum ist dunkel wie eine Höhle.

Profis lösen das mit HDR-Fotografie. 5 bis 9 Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung. Perfekt kombiniert. Das kann kein Smartphone.

Der HDR-Unterschied in Zahlen

  • iPhone 15 Pro: 3 automatische Belichtungen, 10-11 Blendenstufen Ergebnis
  • Samsung S24 Ultra: 3 automatische Belichtungen, 10-12 Blendenstufen
  • Sony A7R V (Profi): Bis zu 9 manuelle Belichtungen, 15+ Blendenstufen
  • Canon R5 (Profi): Bis zu 9 manuelle Belichtungen, 15+ Blendenstufen

Der Unterschied ist auf dem Bildschirm sofort sichtbar. Und auf willhaben.at entscheidet das erste Bild, ob jemand klickt.

Problem 3: Sensorgröße und Rauschen

Profikameras haben Vollformat-Sensoren. 36mm x 24mm. Smartphones haben winzige Sensoren. Etwa 9mm x 7mm beim iPhone.

Die Fläche unterscheidet sich um den Faktor 13.

Größere Sensoren fangen mehr Licht. Das bedeutet: Weniger Bildrauschen in dunklen Bereichen. Schärfere Details. Natürlichere Farben.

Bei einer Altbauwohnung in der Josefstadt mit hohen Räumen und wenig Tageslicht macht dieser Unterschied das Bild aus.

Wann Smartphone-Fotos akzeptabel sind

Seien wir ehrlich. Nicht jede Immobilie braucht einen Fotografen.

Smartphone reicht für:

  • Mietwohnungen unter €1.000 Monatsmiete
  • Private Verkäufe unter €200.000
  • Interne Dokumentation und Notizen
  • Detailaufnahmen als Ergänzung zu Profi-Fotos
  • Schnelle Ersteinschätzung vor Ort

Smartphone ist keine Option für:

  • Immobilien über €300.000
  • Makler-Portfolios und Agenturen
  • Neubauprojekte von Bauträgern
  • Luxusimmobilien in Döbling oder Hietzing
  • Gewerbeimmobilien und Büros

Die Zahlen: Was professionelle Fotos bringen

Keine Meinung. Nur Daten.

Eine Studie von Redfin (US-Immobilienplattform) zeigt: Immobilien mit professionellen Fotos verkaufen sich im Schnitt um 3,7% teurer.

Bei einer Wiener Durchschnittswohnung von €350.000 sind das €12.950 Mehrerlös.

Dazu kommt die Geschwindigkeit. 47% schnellerer Verkauf bedeutet:

  • Weniger Finanzierungskosten
  • Weniger Leerstand
  • Schneller zum nächsten Projekt

Und die Anfragen: 32% mehr Interessenten bedeuten bessere Verhandlungsposition. Mehr Auswahl. Weniger Preisdruck.

Die professionelle Ausrüstung

Was wir bei jedem Shooting in Wien dabei haben:

  • Kamera: Sony A7R V oder Canon R5 - Vollformat, 45+ Megapixel
  • Weitwinkel-Objektiv: 16-35mm f/2.8 - der Standard für Immobilien
  • Stativ: Professionelles Carbon-Stativ für verwacklungsfreie HDR-Serien
  • Blitzausrüstung: Portable Blitze für dunkle Räume und Keller
  • Tilt-Shift-Objektiv: Für verzerrungsfreie Architekturaufnahmen

Der Wert dieser Ausrüstung: Über €15.000. Dazu kommt die Software für die Nachbearbeitung. Und die Erfahrung, die man nicht kaufen kann.

Was kostet der Unterschied?

Professionelle Immobilienfotografie in Wien kostet zwischen €200 und €400 für eine Standardwohnung.

Das Rechenbeispiel:

  • Wohnung in Favoriten: Verkaufspreis €250.000
  • Investment Profi-Fotos: €290
  • Erwarteter Mehrerlös (3,7%): €9.250
  • ROI: 3.090%

Selbst wenn der Mehrerlös nur 1% beträgt - das sind immer noch €2.500 bei einer €250.000-Immobilie. Für €290 Investment.

Die versteckten Kosten von Smartphone-Fotos

Was Ihnen niemand sagt:

  • Längere Vermarktungszeit: 31% länger am Markt bedeutet mehr Finanzierungskosten
  • Preisverhandlungen: Schlechte Fotos signalisieren: Hier kann man handeln
  • Verpasste Käufer: 90% der Käufer starten online. Schlechte Fotos = keine Klicks
  • Marken-Schaden: Als Makler positionieren Sie sich über Ihre Fotos

Ein Makler im 1. Bezirk erzählte mir: "Seit wir auf Profi-Fotos umgestiegen sind, haben wir 40% weniger Besichtigungen - aber 60% mehr Abschlüsse. Die Interessenten wissen vorher, was sie erwartet."

Die Entscheidung

Fragen Sie sich:

  • Was ist die Immobilie wert?
  • Wie schnell muss sie verkauft/vermietet werden?
  • Was ist mein professioneller Anspruch?

Bei Immobilien über €200.000 ist die Antwort klar. Die Investition in professionelle Fotos ist keine Ausgabe. Sie ist eine Investition mit messbarem Return.

Und wenn Sie sich immer noch nicht sicher sind: Schauen Sie sich unsere Referenzen an. Der Unterschied ist auf den ersten Blick erkennbar.

Lucas Hammerer

Lucas Hammerer

Gründer & Immobilienfotograf

Lucas Hammerer ist Gründer von Immobilien-Fotograf Wien und hat sich auf hochwertige Immobilienfotografie, 360° Rundgänge und Drohnenaufnahmen spezialisiert. Mit über 500 erfolgreich vermarkteten Immobilien und langjähriger Erfahrung in der Wiener Immobilienbranche unterstützt er Makler, Bauträger und Privatverkäufer dabei, ihre Objekte optimal zu präsentieren. Seine Expertise umfasst Matterport 3D-Touren, HDR-Fotografie und moderne Vermarktungsstrategien.

5+ Jahre Erfahrung500+ Projekte

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