Wohnung fotografieren: 15 Profi-Tipps fur perfekte Immobilienfotos

Die exakten Techniken, die ich bei uber 500 Immobilien-Shootings in Wien anwende

Diese 15 Tipps haben mir geholfen, uber 500 Wohnungen in Wien zu fotografieren. Sie funktionieren mit dem Smartphone. Sie funktionieren mit der Spiegelreflex. Und sie machen den Unterschied zwischen einem Inserat, das ignoriert wird, und einem, das Anfragen generiert.

Lassen Sie mich direkt einsteigen. Keine Theorie. Nur praktische Tipps, die Sie sofort umsetzen konnen.

Die Vorbereitung: Bevor Sie uberhaupt die Kamera anfassen

Tipp 1: Aufraumen. Richtig aufraumen.

Nicht nur das Offensichtliche. Ich meine wirklich aufraumen. Kabel verstecken. Mulltonnen wegstellen. Toilettensitz runterklappen. Kuhlschrankmagnete abnehmen. Waschekorb leeren oder verstecken.

Faustregel: Wenn Sie sich fragen, ob etwas storen konnte - stort es. Weg damit. Sie verkaufen den Raum, nicht Ihre personlichen Gegenstande.

Tipp 2: Alle Lichter an. Ausnahmslos.

Jede Lampe. Jede Deckenleuchte. Jede Stehlampe. Auch am helllichten Tag. Klingt kontraintuitiv? Ist es nicht.

Kunstlicht fullt Schatten. Es macht Raume warmer. Und auf Fotos sieht eine brennende Lampe immer besser aus als eine ausgeschaltete. Vertrauen Sie mir. Nach 500 Wohnungen weiss ich das.

Tipp 3: Den richtigen Tag wahlen

Bedeckter Himmel ist Ihr Freund. Ernst gemeint. Direktes Sonnenlicht schafft harte Schatten und uberbelichtete Fenster. Leicht bewolktes Wetter gibt weiches, gleichmassiges Licht.

Wenn Sie nur sonnige Tage zur Verfugung haben: Fotografieren Sie morgens oder am spaten Nachmittag. Niemals zur Mittagszeit, wenn die Sonne direkt hereinbrennt.

Die Kamera richtig einsetzen

Tipp 4: Fotografieren Sie aus Augenhohe oder leicht darunter

Die meisten Anfanger fotografieren aus Stehhohe. Falsch. Gehen Sie in die Knie. Die Kamera sollte auf Hohe der Lichtschalter sein - etwa 1,10 bis 1,20 Meter.

Warum? Weil diese Perspektive Raume grosser wirken lasst. Sie zeigt mehr vom Boden, weniger von der Decke. Und sie entspricht dem naturlichen Blick beim Betreten eines Raumes.

Tipp 5: Aus der Ecke fotografieren

Nie aus der Mitte des Raumes. Immer aus einer Ecke. Idealerweise diagonal gegenuber von Fenstern, damit das naturliche Licht zu Ihnen hin fliesst.

Diese Perspektive zeigt zwei Wande gleichzeitig. Das gibt Tiefe. Und Tiefe lasst Raume grosser erscheinen.

Tipp 6: Die Zwei-Wand-Regel

Jedes Raumfoto sollte mindestens zwei Wande zeigen. Drei sind noch besser. Nur eine Wand? Dann sieht der Raum flach aus. Wie ein Stockfoto. Nicht wie ein echtes Zuhause.

Tipp 7: Vertikale Linien mussen vertikal bleiben

Turkanten. Fensterrahmen. Schrankwande. Alles, was in der Realitat senkrecht ist, muss auch auf dem Foto senkrecht sein. Keine gekippten Wande. Keine schiefen Linien.

Die meisten Smartphone-Kameras haben Gitterlinien. Aktivieren Sie sie. Richten Sie die Kamera daran aus. Es macht einen riesigen Unterschied.

Spezielle Raume richtig fotografieren

Tipp 8: Die Kuche - Front und Arbeitsflache zeigen

In der Kuche zahlt die Frontansicht. Zeigen Sie die komplette Kuchenzeile. Aber auch einen Blick auf die Arbeitsflache aus der Nahe. Und vergessen Sie nicht: Spule leer, Geschirrtuch weg, Abfallbehalter unsichtbar.

Vorher-Nachher Vergleich Immobilienfotografie
Der Unterschied zwischen Amateur- und Profi-Fotos
Hochwertige Visualisierung für den Immobilienmarkt
Hochwertige Visualisierung für den Immobilienmarkt

Kuchen sind Kaufentscheidungen. Eine gut fotografierte Kuche kann den Verkauf beschleunigen. Eine schlecht fotografierte Kuche kann ihn verzogern.

Tipp 9: Das Bad - sauber ist nicht genug

Im Bad geht Sauberkeit uber alles. Aber das reicht nicht. Handtucher weg. Toilettenartikel verstecken. Frische Handtucher dekorativ drapieren, wenn Sie mogen. Toilettendeckel zu.

Und das Wichtigste: Keine Selfies im Spiegel. Prufen Sie jede Reflexion. Zweimal.

Tipp 10: Das Schlafzimmer - machen Sie das Bett zum Mittelpunkt

Das Bett dominiert das Schlafzimmer. Also machen Sie es perfekt. Glatte Laken. Aufgeschuttelte Kissen. Keine Falten. Wenn moglich, neutrale Bettwasche verwenden - keine Zeichentrickfiguren, keine gewagten Muster.

Fotografieren Sie so, dass das Bett komplett im Bild ist. Abgeschnittene Betten wirken unprofessionell.

Tipp 11: Kleine Raume - Weitwinkel mit Vorsicht

Kleine Raume sind schwierig. Die Versuchung, extreme Weitwinkel zu verwenden, ist gross. Widerstehen Sie ihr. Zu viel Weitwinkel verzerrt die Proportionen. Interessenten sind dann enttauscht bei der Besichtigung.

Besser: Mehrere Aufnahmen aus verschiedenen Ecken. Oder eine ehrliche Nahaufnahme, die den Charakter des Raumes zeigt.

Nach dem Shooting: Bearbeitung

Tipp 12: Horizont geraderichten

Der erste Schritt bei jedem Bild: Horizont prufen. Ist er schief? Korrigieren. Die meisten Bildbearbeitungs-Apps haben diese Funktion. Es dauert 5 Sekunden. Und es macht jeden Schuss professioneller.

Tipp 13: Helligkeit und Kontrast anpassen

Immobilienfotos durfen hell sein. Heller, als Sie denken. Heben Sie die Schatten an. Reduzieren Sie die Lichter leicht. Das Ergebnis: Ein gleichmassig ausgeleuchtetes Bild, das freundlich und einladend wirkt.

Tipp 14: Storende Elemente entfernen

Ein Kabel im Bild? Weg damit. Ein Fleck an der Wand? Retuschieren. Das geht mit Apps wie Snapseed oder TouchRetouch in Sekunden. Und es macht den Unterschied zwischen Amateur und Profi.

Tipp 15: Die richtige Anzahl wahlen

Mehr ist nicht immer besser. 15-20 Fotos fur eine Wohnung bis 60 qm. 25-30 fur grossere Objekte. Jedes Zimmer 2-3 Mal aus verschiedenen Perspektiven. Plus Aussenaufnahmen. Plus Details.

Wahlen Sie nur die besten aus. Ein mittelmassiges Foto senkt den Gesamteindruck. Lieber 10 exzellente Fotos als 20 durchschnittliche.

Wann Sie einen Profi engagieren sollten

Diese Tipps helfen Ihnen, deutlich bessere Fotos zu machen. Aber seien wir ehrlich: Professionelle Immobilienfotografie geht noch weiter.

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Mehr uber die Vorteile professioneller Fotos erfahren Sie in unserem FAQ: Warum sollten Makler professionelle Fotos nutzen?

Bonus: Die Kombination macht den Unterschied

Fotos sind der erste Schritt. Aber der moderne Kaufer will mehr. 360-Grad-Rundgange ermoglichen eine virtuelle Begehung. Drohnenaufnahmen zeigen die Lage und Umgebung. Und 3D-Grundrisse helfen bei der raumlichen Vorstellung.

Das Komplettpaket verkauft schneller. Studien zeigen: Immobilien mit virtuellen Rundgangen verkaufen sich bis zu 32% schneller.

Fazit: Gute Fotos sind der erste Eindruck

Auf willhaben, ImmobilienScout24 oder ImmoWelt - uberall gilt: Das Foto entscheidet, ob jemand klickt. Oder weiterscrollt.

Mit diesen 15 Tipps machen Sie deutlich bessere Fotos als 95% aller anderen Inserate. Das bedeutet mehr Klicks. Mehr Anfragen. Schnellerer Verkauf.

Haben Sie Fragen? Oder mochten Sie wissen, was professionelle Immobilienfotografie in Wien kostet? Rufen Sie mich an.

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Lucas Hammerer

Lucas Hammerer

Gründer & Immobilienfotograf

Lucas Hammerer ist Gründer von Immobilien-Fotograf Wien und hat sich auf hochwertige Immobilienfotografie, 360° Rundgänge und Drohnenaufnahmen spezialisiert. Mit über 500 erfolgreich vermarkteten Immobilien und langjähriger Erfahrung in der Wiener Immobilienbranche unterstützt er Makler, Bauträger und Privatverkäufer dabei, ihre Objekte optimal zu präsentieren. Seine Expertise umfasst Matterport 3D-Touren, HDR-Fotografie und moderne Vermarktungsstrategien.

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